Was ich gerne riechen würde

das Fell eines unbekannten Hundes

den Moder der Umkleiden im Prinzenbad

versalzene Pommes, Schwimmflügel, Sonnencreme

das Haargel des Schleimers neben mir am U-Bahngleis

verschütteten Wein in einer WG-Küche nach Mitternacht

die ungeduschte Sexiness eines ausgedehnten  Sonntagsausflugs

vorbei wehende Düfte von Gerichten, die ich nie essen würde

den Mief vollgestopfter Gangways kurz vor dem Abflug

die nikotingeschwängerten Vorhänge im Café Rainer

den Schweiß meiner Sitznachbarin in der U Bahn

den Familiengeruch befreundeter Wohnungen

den muffigen Samt eines Kinosessels

den Klostein im Bad meiner Oma

die pudrige Süße ihrer Haut