Drive-in Safari

Da sind sie wieder, diese wunderbaren langen Frühlingstage, der Duft nach Flieder und nasser Erde. Ich bekomme Sehnsucht nach Aperol Spritz, nach Mittelmeer, nach salzigen Haaren und Nächten in wunderbaren Bars und Restaurants.

Doch bevor ich dieses Verlangen auch nur mit irgendjemandem teilen kann, überrascht uns Simon beim morgendlichen Check-in mit seiner Variante des “Dining out”. Jeden morgen mache ich mit Freunden ein Check in. Wir erzählen uns wie der vorherige Tag war und an was wir am aktuellen Tag vor haben zu arbeiten. Er erzählt uns davon, dass sein Freund Geburtstag hat und sie planen sämtliche Drive-ins Berlins zu erkunden. Was für ein frivoler, fantastischer Plan denke ich sofort. Am nächsten Tag folgen auch gleich die Fotos. Frittiertes Fast Food, Getränke aus Pappbecher und die Info, dass das Essen immer noch wie ein unverdauerlicher Klotz im Magen liegt. 

Der erste Enthusiasmus über diese Idee verblasst für einen Moment, aber nur für einen ganz kurzen. Dann spüre ich, wie ich mich zwar immer noch nach Aperol Spritz und salzigen Haaren sehne, aber vielmehr noch nach intensiven Momenten, gemeinsam, ausgelassen das Leben zu genießen. Die Drive-in Safari ist zwar nicht das Mittelmeer, aber sie ist real.